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Stand: 21.06.2010
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Editorial:
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CO2-freier Druck - klimaneutraler Druck - grüner drucken
Diese Schlagwörter sind derzeit im Umlauf; was steckt dahinter?
Wenn Sie über diese Themen im Internet recherchieren finden Sie viele Seiten Text und schöne Bilder, ohne letztendlich am Ende viel schlauer zu sein als vorher.
Es werden Beispiele wie CO2-freier Flug der Fußballstars genannt, was darin mündet, dass pro 1000 Flugmeilen eine kleine Spende für ein Bio-Gas-Kraftwerk in Katmandu gemacht wird, zum Ausgleich des CO2-Verbrauchs des Fluges pro Fluggast.
Ich weiß nicht wie Sie dazu stehen, aber ich fühle mich hierbei veräppelt.
Zurück zum CO2-freien Druck - klimaneutralem Druck usw., dies müsste, wenn man es ernsthaft betreibt CO2-armer Druck oder klimaneutralerer Druck heißen.
Dies ist eine Aufgabe, die man ohne Marketing-Gags umsetzen kann und muss.
Abseits der Schlagworte ist es auch von außen schwierig zu erkennen, in welchen Prozessen in Papiererzeugung, Druck und Verarbeitung ein Übermaß an CO2 entsteht. Bei fast jedem Energie verbrauchenden Prozess entsteht im Prinzip CO2.
Vor der Papierherstellung steht die Zellulose-Herstellung für den Grundstoff. Die Zellulose- und die Papierherstellung verbrauchen riesige Mengen an Energie. Bei den großen skandinavischen Erzeugern wird dafür aber seit Jahrzehnten ausschließlich Energie aus den werkseigenen Wasserkraftwerken gewonnen.
So gesehen ist die Papiererzeugung CO2-frei oder vollkommen klimaneutral.
Welches andere Produkt kann das von sich behaupten?
Druckfarben hingegen bestehen im Wesentlichen aus erdölbasierten Grundstoffen und auch im Herstellungsprozess der Druckfarben fällt CO2 an. Hier können derzeit höchstens die Spendeneintreiber für ein Projekt z. B. auf den Fidschi-Inseln aushelfen.
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Was aber kann eine Druckerei wie Bayropa Jung GmbH konkret für die Verringerung von CO2 tun und warum?
Die Verringerung der CO2-Erzeugung ist seit Jahren eine wichtige Angelegenheit des Unternehmens; nicht nur der Umwelt zu liebe, aber auch (so ehrlich sollte man sein!) der Verminderung der betrieblichen Kosten zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit.
Was hat Bayropa hierzu konkret getan?:
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1. |
Eine Arbeitsgruppe gegründet, welche die Möglichkeiten der größten und effizientesten Energieeinsparmöglichkeiten auflistet. |
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2. |
Mittelfristige Ziele und Budgets gesetzt, um dies durchzusetzen. |
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3. |
Kontrolle über die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen. |
Beispiel: Raumheizung/Klimatisierung:
So hatten wir z. B. das Ziel gesetzt, den Heizöl-Verbrauch bei 10.000 qm Produktions- Lager - und Büroflächen 70.000 l/anno zu halbieren. Die eingeleiteten Maßnahmen hierzu bis heute:
Schwere Dämmung der Dachflächen, 3-fach Isolierspezialverglasung des Verwaltungsgebäudes, Umwandlung der anfallenden Prozesswärme von den Produktionshallen nach Filterung in die Lagerhallen, derzeit Austausch der stromfressenden Klimaanlagen für verschiedene zu klimatisierende Abteilung in Wärmepumpen-Aggregate. Weitergehende Maßnahmen sind für 2008 vorgesehen.
| Ergebnis: |
Rückgang des Heizölverbrauches von 70.000 l/anno auf 45.000 l/anno.
10.000 l/Anno Mindermenge müssen noch 2008 erarbeitet werden um das Ziel (Halbierung) zu erreichen.
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Kommen wir zum eigentlichen Druckprozess im Unternehmen:
Beispiel: Druckluft:
Bei 9 Rollenoffsetdruckmaschinen und diversen Verarbeitungsmaschinen wird eine große Menge elektrische Energie allein für den Druckluftbedarf benötigt. Hier werden nun (in Redundanz) modernste Rotationskompressoren für die Grundlast eingesetzt und für den schwankenden Zusatzbedarf seit neuestem sanft anlaufende computergesteuerte Kompressoren die den Zusatzverbrauch messen und dann nur mit der gerade benötigten Last z. B. 30% sanft zufahren.
| Ergebnis: |
Rückgang des Verbrauches von 50 KW/Std auf
ca. 30 KW/Std
dies ist eine enorme Verbrauchsverringerung, wenn man dies bei
3-Schichten auf das Jahr umrechnet. |
Beispiel: Härtung der Druckfarben:
Die Druckfarben-Härtung ist eine der größten Energieverbraucher in einer Druckerei.
Bayropa nahm eine Umstellung der Systeme von Einzelhärtern auf Sammelhärter vor und wo sinnvoll und möglich Umstellung auf Hybrid-Technologie.
| Ergebnis: |
Der verminderte Energieeinsatz in der Farbhärtung ist beträchtlich.
Aus Wettbewerbsgründen möchten wir den verringerten Energiebedarf hier nicht ausweisen.
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Wir könnten hier noch weitere umgesetzte Beispiele anführen, die sich über viele kleinere Maßnahmen erstrecken, sich aber insgesamt addieren und als "never ending story" uns in Gegenwart und Zukunft weiter intensiv begleiten werden; der Umwelt und der Kosten wegen.
Selbstverständlich bleibt Ihnen unbenommen Ihren nächsten Urlaubsflug diesen Sommer "grün" zu gestalten, einen Spendensammler für die Beruhigung Ihres Gewissens wird sich doch finden lassen.
Ihr Folker Jung, Juni 2008 |
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