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Stand: 21.06.2010
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Prinzipschema |
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| R. Scheurich: Was sollte das Online-Mess-System genau können? |
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F. Jung: 1. Die rel. Feuchte und die Temperatur der laufenden Papierbahn in der Abrollung, vor dem Druck anzeigen. Das ist der Wert, der von der Papierfabrik geliefert wird.
2. Die rel. Feuchte und die Temperatur der laufenden Papierbahn in der Abrollung, nach dem Druck anzeigen. Das ist der Wert, den wir unseren Kunden ausliefern.
| 3. Das Messsystem soll dem Maschinenführer die laufende Kontrolle mit den Tendenzen anzeigen. Bei Annäherung an die vorgegeben Grenzwerte wird eine Alarmmeldung ausgelöst und der Maschinenführer kann unmittelbar |
einschreiten.
4. Alle Messwerte sollen zur weiteren Verwendung von der validierten ROTRONIC Software HW3 dokumentiert werden. Diese erlaubt dann spätere Auswertungen. |
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| R. Scheurich: Erfüllt das von ROTRONIC gelieferte Messsystem und die Software Ihre Erwartungen? |
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| F. Jung: Eindeutig ja. Wir haben nach einjähriger Beobachtungszeit von Werten verschiedener Papierfabriken bindende Vorgaben erarbeitet, nach denen wir arbeiten. Diese Werte wurden mit unseren Hauptlieferanten abgestimmt, so dass im Konfliktfall die Zuordnung von abweichenden Werte mit Rollennummern, Chargen und ausgelieferter Ware im `tracking- und tracing´- Verfahren klar bestimmt werden kann. Das gelieferte Online-Mess-System ist leicht an der Druckmaschine vom Maschinenführer zu handhaben und die Mitarbeiter nehmen diese Hilfe gerne an. |
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| R. Scheurich: Sie haben nun über ein Jahr lang Erfahrung mit diesem Qualitätssicherungs-System gesammelt. Welche konkreten Vorteile bringt Ihnen das System in der täglichen Praxis? |
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F. Jung: 1. Der Maschinenführer ist heute in der Lage, abweichende Papierrollenparameter sofort zu erkennen, zu beobachten und die Entscheidung zu treffen, ob die bezügliche Papierrolle schon vor kompletter Verarbeitung von der Druckmaschine zu nehmen ist. Diese Vorgehensweise schließt aus, dass Papierrollen, welche nicht den Sollvorschriften entsprechen, an unsere Kunden ausgeliefert werden.
2. Diese abweichenden Rollen werden sofort per vorsorglicher Mängelrüge inklusive der Aufzeichnung darüber an die betreffende Papierfabrik weitergeleitet. Die Papierfabrik erhält damit die Chance, Ihre Aufzeichnungen mit unseren ermittelten Daten zu vergleichen und gegebenenfalls eine Charge oder einen Tambour (mit mehreren Rollennummern) zu sperren. Meist haben wir schon Ergebnisse binnen einer Stunde von der Papierfabrik über die weitere Vorgehensweise vorliegen. Somit kann ein eventueller Schaden (Papierausschuss, Maschinenwartezeiten etc.) stark eingeschränkt und damit kostenmäßig für alle Beteiligten gering gehalten werden.
3. Unserem Hauptziel, die Garantie einer Null-Fehlerrate, sind wir durch dieses Verfahren ein entscheidendes Stück nähergekommen. Besonders die Lauf-Performance unserer Drucke bei unseren Kunden konnten wir weiter optimieren. Diese Ziel wird natürlich noch von anderen qualitätssichernden Maßnahmen begleitet, z. B. PE-beschichteten Kartonagen, automatische Splice-Entfernung, Einhaltung der Farbvorschriften mittels Spektral- analysegeräten an den Druckmaschinen u. vieles mehr. |
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| R. Scheurich: Beabsichtigen Sie weitere Maschinen in Ihrem Hause mit dieser Online-Feuchte-Temperatur-Messung auszustatten? |
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| F. Jung: Definitiv ja! Es laufen bereits die Einbauten für eine weitere, fast 1 m breite Druckmaschine mit verschiedenen qualitätssichernden Maßnahmen. Dazu gehört auch eine weitere Installation eines Online Messsystems für die Feuchte und die Temperatur, aus Ihrem Hause. Unser Ziel ist, alle in diesem Bereich eingesetzten Maschinen nach und nach damit auszustatten. |
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rotronic messgeräte gmbh
Einsteinstr. 17-23 • 76275 Ettlingen
Tel. 07243-383 250 • Fax 07243-383 260
info@rotronic.de • www.rotronic.de
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Performance in Papier
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Interview zwischen Folker Jung, Geschäftsführer der Bayropa Jung GmbH und Roland Scheurich, Verkaufsleiter der rotronic messgeräte gmbh.

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Die Bayropa Jung GmbH hat sich seit langem als Spezialist |
im Bereich Rollenoffset-Druck für Laservordrucke etabliert. Eine wesentliche Voraussetzung für einen problemlosen und einwandfreien Lauf des Papiers, ist die Einhaltung der vorgeschriebenen Papier-feuchte. Mit modernsten Fertigungsstrassen und digitaler Messtechnik wird bei der Bayropa Jung GmbH die Qualität des Druckgutes optimiert.
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| R. Scheurich: Herr Jung, warum messen sie die Papierfeuchte? Wieso vertrauen Sie nicht auf die Ein-haltung der Sollwerte durch die Papierhersteller, die ja alle ISO zertifiziert sind wodurch die Einhaltung der Werte gewährleistet sein sollte? |
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| F. Jung: Unsere Papierlieferanten messen über sehr große Papierbreiten (bis zu 10 m), die Papierfeuchte mit traversierenden Messköpfen, dabei werden Durchschnittswerte pro Tambour (z. B. 20 Tonnen) ermittelt. Diese Durchschnittwerte sind jedoch für einzelne Rollen nicht immer genau genug. D. h. die Abweichungen im Tambour sind manchmal zu groß und außerhalb der Sollwerte bezüglich einzelner Rollen (eine Rolle hat z. B. 900 kg), welche bei uns dann zur Weiterverarbeitung angeliefert werden. |
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| R. Scheurich: Das klärt die Ausgangslage Herr Jung. Sie haben im Februar 2003 auf einer Ihrer fast 1m breiten Rollenoffset-Maschine ein komplettes Online-Messsystem für rel. Papierfeuchte und die Temperatur installiert. Würden Sie uns Ihre Beweggründe dazu schildern? |
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| F. Jung: Auf dieser Druckmaschine drucken wir mit fast 500 m/min. Laserformulare (Logo-Rollen und DIN A4 Blattware) mit 4-Nutzen nebeneinander, mit einem max. Durchmesser von 127 cm, von Rolle auf Rolle. Diese Anlage ist eine Großauflagendruck-maschine mit fast 2,5 Mio Blatt DIN A4, pro Schicht. In der Vergangenheit gab es immer wieder Probleme, dass einige der angelieferten Rollen, nicht die vorgeschriebene rel. Papierfeuchte aufwiesen. Diese Rollen wurden trotz fortwährender Qualitätskontrollen, seitens der Papierfabrik, oft nicht erkannt. Somit kam es bei unseren Kunden, durch einen nicht einwandfreien Lauf, zu Mängelrügen. |
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| R. Scheurich: Das heißt, in einer Charge können sich, ohne ihr Wissen, Rollen befinden die sich von Ihren Kunden nur schlecht, oder gar nicht verarbeiten lassen. |
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| F. Jung: Genau. Hierzu ist zu bemerken, dass die Laserdrucker unserer Kunden enge Korridore der rel. Feuchtigkeit benötigen. So ist die rel. Feuchte der anzuliefernden Ware von den Gerätelieferanten (OEM-Vorschriften), je nach Gerät für Einzelblatt-Laserdrucker oder Rollen verarbeitende Laserdrucker vorgeschrieben. Während Kleinauflage-Druckereien von diesem Problem nicht tangiert sind, haben wir Kunden, die Großaufträge mit Laserdruckern im Einzelblatt von 180 Seiten/min, oder Rollen-Laserdrucker mit 1200 Seiten DIN A4 pro Minute verarbeiten. Hinzu kommen die papierverarbeitenden Poststrassen mit sammeln, falzen und kuvertieren; also komplexe Anlagen die exakte Vordrucke benötigen. Eines der wichtigsten Parameter hierbei ist die relative Feuchte der Ware. Eine zu hohe rel. Feuchte, führt genau so zu Fehlern (z. B. Doppelbogen, Welligkeit, Curling usw.), wie eine zu geringe rel. Feuchte (z. B. statische Aufladung und Tonerübertragungsprobleme). Aus diesem Grunde haben wir ein zuverlässiges Online-System gesucht und dieses bei ROTRONIC gefunden. |

Bahnfühler BFC-DIO |
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ROTRONIC Industriemessumformer HygroFlex mit
2 Bahnfühlern |
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